Geschichte

Eine Gruppe von Menzinger und Neuheimer Jungbauern besuchte im Herbst 1988 erstmals Betriebe mit Flachsilos im Vorarlberg und liess sich dort auch gleich von der Idee des Maschinenringes begeistern. Die Vorbereitung der Vereinsgründung und die Suche nach weiteren Interessenten erfolgten aus Eigeninitiative.

Gründung

4. März 1989 mit 13 Mitgliedern aus Gemeinden des Zuger Berggebietes Verein mit wirtschaftlichen Zielen für die Mitglieder

Ziele
  • Aufbau eines Maschinenringes nach dem Vorbild der Vorarlberger Ringe mit einer hauptamtlichen Geschäftsstelle
  • Vorbereitung auf wirtschaftlich schwierigere Zeiten, wie man sie schon damals in unseren Nachbarländern kannte.
  • Zusammenarbeit fördern, Betriebskosten senken und Zuerwerb anbieten, um die wirtschaftliche Situation der Mitglieder verbessern zu helfen
Der Gründungsvorstand

Daniel Schillig, Präsident, Neuheim

Franz Abächerli, Edlibach

Peter Hegglin, Edlibach

Franz Keiser, Neuheim

Robert Michel, Menzingen

Ruth Steiner, Geschäftsführung, Neuheim

Erste Aktivitäten

Im Frühjahr 1989 wurden die ersten drei Traunsteiner Flachsilos mit Eigenleistungen erstellt. Die vier Vorstandsmitglieder Daniel Schillig, Franz Abächerli, Peter Hegglin und Franz Keiser stellten ihre Betriebe auf das überbetrieblich organisierte Flachsilosystem um. Überflüssige Maschinen wurden verkauft und jeder Betrieb spezialisierte sich auf einzelne Arbeiten der Silierkette. Dass drei Betriebe ihre gesamte Fläche des ersten Schnittes an einem Tag miteinander silierten, war damals etwas Besonderes. In den ersten beiden Jahren gab es beim silieren in die Flachsilos manchmal mehr Zuschauer als Arbeiter.

Wichtige Stationen in der Entwicklung des Maschinenrings
1990 Anstellung von Fredy Abächerli als Geschäftsführer mit dem Auftrag die Arbeiten für den Maschinenring prioritär zu erledigen. Organisation von Maschinenarbeiten und Silierketten für Flachsilo, Start Bau- und Betriebshilfe
1991 Das erste Natel für die Geschäftsstelle verbessert die Erreichbarkeit. Erste Rundballenpresse im Einsatz. Infoaustausch mit anderen neu gegründeten Maschinenringen wird gebildet.
1992 Installation EDV-MR-Programm der Deutschen Maschinenringe, Beginn mit Belegabrechnung über Lastschriftverfahren. Start des Betriebshelferdienstes im Auftrag des Zuger Bauernverbandes. Grosses Interesse der Medien am Maschinenring.
1993 Jahr mit der grössten Anzahl neu gebauter Flachsilos in der Region. Erste Versuche mit Kompostierung von Laufstallmist und kommunalem Grüngut. Angebot von Pflegearbeiten an Zuger Gemeinden mit wenig Erfolg.
1994 Gründung IG Zuger Qualitätskompost, erster Grüngutvertrag mit Gemeinde Menzingen. Erstes grösseres Bauhilfeprojekt: beim Stallneubau bei Franz Zürcher Edlibach vermittelt der MR die Bauhelfer und unterstützt den Bauherrn bei der Bauleitung.
1996 Erstes MR-Anbieterverzeichnis an alle Zuger Bauern verschickt. Der Einsatz der Feldhäcksler für Grassilageernte nimmt zu und Siloverteiler erleichtern die Arbeit auf dem Flachsilo.
1997 Der Maschinenring übernimmt die Administration für WC-Wagenservice
1998 1998    Gründung Verora GmbH (MR-Mitglied, Partner für kompostierende Bauern) Vermittlung von Personal an Firmen nimmt zu
1999 1999    Start MR Silofoliensammlung in Zusammenarbeit mit ZEBA
2000 Start Projekt Zuger Haushaltring mit Unterstützung der Zuger Bäuerinnen und Gaby Schuler Hauswirtschaftliche Beraterin am LBBZ Schluechthof, Clemens Betschart wird als 100. Mitglied aufgenommen. Organisation Wurzelstockfräsen nach Sturm Lothar.
2001 Verrechnungswert erstmals über Fr. 1 Mio. Letzter fest angestellter Betriebshelfer. Für den Maschinenring temporär arbeitende Jungbauern übernehmen Betriebshelferaufträge.
2002 Abschluss erste Verträge mit Firmen zur Lieferung von Material an MR-Mitglieder zu Vorzugskonditionen. Maschinenvorführung Gülle verschlauchen mit VLT Zug. Anstellung von Gaby Schuler als Vermittlerin für den Bereich Haushaltring. Gründung von MR Schweiz
2004 Gründung der Zuger MR Service GmbH durch 5 MR Mitglieder zur Abwicklung und Aufbau von MR-Dienstleistungen, die der Verein aus rechtlichen Gründen nicht bewältigen kann. Organisation von Umweltpflegeaufträgen für Kanton.
2005 Präsentation des neuen Angebotes „Laufstallmist aufbereiten“. Einführung Corporate Design von MR Schweiz. Verrechnungswert erstmals über Fr. 2 Mio.         Der Bereich Verleih von Personal aus der Landwirtschaft ins Gewerbe wird stark nachgefragt.
2006 Anstellung von Karin Henggeler für Bereich Haushalthilfe und Verrechnungen Neues Angebot Lieferung Zuger Düngkalk, Maschinenvorführung „Kalkeinsatz“ mit VLT Zug
2007 Verein übernimmt alle Stammanteile der Zuger MR Service GmbH Präsentation Personalverleih (Haushaltring) und Kompostierung an Gewerbeausstellung Menzingen
2008 Einführung eines professionellen Lohnabrechnungssystems, der Anteil Vermittlung von Personal übersteigt erstmals 50 % des Gesamtumsatzes. Zur Erfüllung der Arbeitssicherheit wird die Branchenlösung AgriTOP für Maschinenringe umgesetzt.
2009 Geschäftsstelle zügelt nach Heiterstalden. Der Maschinenring wird Mitglied beim neu gegründeten Verein Zuger & Rigi Chriesi.
Der Maschinenring erhält die Bewilligung für den Personalverleih.
2010 Die Maschinenringe vermitteln neu Telefonabonnemente an Geschäftskunden. Dadurch wird das Telefonieren deutlich günstiger. Im März 2010 installiert Franz Zürcher Edlibach die erste Photovoltaikanlage mit MBR Solar. Der MR organisiert Informationsanlässe über Photovoltaik.
2011 Ende Jahr kann das PRE Projekt Zuger & Rigi Chriesi starten. Der Maschinenring organisiert die ersten Pflegeeinsätze für den Baumschnitt.
Bis Ende Jahr melden sich über 30 Zuger Bauern bei SwissGrid Photovoltaikprojekte an.
2012 Die Mitgliedergesellschaft Verora startet auf dem Betrieb Wies das Pyreg Klimaschutzprojekt zur Herstellung von Pflanzenkohle aus Baum- und Strauchschnitt. Fabian Keiser ist der erste fest angestellte Mitarbeiter bei der Zuger MR Service GmbH.
2013 Für das Chriesi Projekt unterstützt der Maschinenring die Pflege- und Ernteeinsätze. Im neuen Agrarpolitikpaket AP 14-17 gibt es neu Fördermöglichkeiten für Projekte für Kooperationen unter Produzenten, ein wichtiger Schritt zur Förderung der Zusammenarbeit in Zukunft.